Coppelius trifft sich 1791
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Die Mitglieder von Coppelius begegneten sich das erste Mal am 30. September des Jahres 1791 bei der Uraufführung von Mozarts "Zauberflöte" in Schikaneders Theater in Wien. Der Zufall wollte es, daß man der Aufführung in derselben Loge beiwohnte. Es muß jedoch darauf hingewiesen werden, daß sich Max Coppella und Graf Lindorf zu diesem Zeitpunkt bereits einige Jahre kannten und ihr Diener Bastille ebenfalls zuvor aus Frankreich zu ihnen geflüchtet war. Nachdem man seine Herrschaften der Guillotine übergeben hatte, gelangte er begünstigt durch seinen guten Ruf sofort zu dieser neuen Stellung.
 
Nobusama, der entgegen der bisherigen Meinung zu jener Zeit noch nicht in Europa weilte, stieß erst kurze Zeit später zur Gruppe, nachdem er sich durch die Anregungen des Grafen berufen fühlte, seine Laufbahn als herrenloser Samurai zu beenden und seine Trommelkünste in den Dienst neuartiger Musik zu stellen.

Zwei Jahre später war es erneut der Zufall, der Coppelius bei der Hinrichtung König Ludwig XVI. zusammenführte. Es darf indes bezweifelt werden, ob es wirklich Zufall war, der ein Treffen der sechs Männer begünstigte. Es kurierten Gerüchte, wonach Sissy Voss und Comte Caspar dieses Treffen in die Wege geleitet haben sollen, um gegenüber ihrem japanischen Kollegen, mit dem man eine Wette eingegangen war, den Beweis anzutreten, daß es nicht nur in Japan die Sitte des Kopf-Abschneidens gäbe. Man ärgerte sich jedoch nicht wenig über das mehr als unzureichende Vorprogramm der Veranstaltung. Man beschloß daher kurzerhand, der musikalischen Landschaft des eingehenden 19.Jahrhunderts einen ganz neuen Aspekt hinzuzufügen: man stellte klassische Instrumente in einen dahin unbekannten Dienst.

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